
Gute Gespräche lassen sich nicht verordnen, aber man kann ihnen einen Raum geben. Genau dafür bot der Seniorennachmittag in der Hallerndorfer Schulsporthalle Gelegenheit. Bei einem gemeinsamen Mittagessen, später bei Kaffee und Kuchen, trafen sich mehr als 150 Senioren aus den acht Ortsteilen. Sie plauderten, informierten sich über Hilfsangebote und sammelten Ideen für das Miteinander in der Gemeinde. Bürgermeister Gerhard Bauer begrüßte die Gäste und ermunterte sie, die Gelegenheit zu nutzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Angebote für ältere Menschen in der Gemeinde kennenzulernen. An mehreren Infoständen gab es dazu reichlich Gelegenheit. Dabei wurde schnell klar, dass hinter vielen Angeboten Menschen stehen, die sich mit Zeit, Herz und guten Ideen für andere einsetzen.

Die Quartiersarbeit der Gemeinde, geleitet von Renate Müller, zeigte, welche Unterstützung bereits vor Ort zu finden ist und wo neue Ideen gefragt sind. Ein Beispiel dafür ist der Seniorenfahrdienst. Maren Magens-Richter stand den Besuchern für Fragen zur Verfügung und informierte darüber, wie ältere Menschen im Alltag mobil bleiben können. Auch beim Internetcafé ging es um ganz praktische Hilfe. Unter dem Motto „Senioren für Senioren“ wollen Ehrenamtliche älteren Menschen den Umgang mit Smartphone und Internet erleichtern. Zunächst sind drei Termine vorgesehen. Rentner Paul Pohlmann gab schon beim Seniorennachmittag erste Tipps und installierte auf einigen Handys die Gemeinde-App. Eine 77-jährige Seniorin aus Trailsdorf nutzte die Gelegenheit gleich und vereinbarte einen Termin für die Sprechstunde. „Für mich ist so etwas ein wertvolles Angebot. Ich habe keine Kinder, die ich bei Technik-Problemen mit dem Handy fragen kann“, erklärte sie. Nicht jede Unterstützung hat allerdings mit dem Smartphone zu tun. Monika Kraus aus Willersdorf stellte Möglichkeiten der Trauerbegleitung vor. Bücher über Trauer und den Umgang mit schwierigen Lebenssituationen boten einen Einstieg in Gespräche über Themen, für die im Alltag oft wenig Raum bleibt. Auch die offenen Quartierstreffen wurden vorgestellt. Sie laden dazu ein, andere Menschen kennenzulernen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Hilde Rumpler stellte ihre Kräuterspaziergänge vor, die sie regelmäßig anbietet. Die Stände waren nicht nur Anlaufstellen für Informationen. Die Besucher konnten Fragen stellen, Wünsche äußern und eigene Anregungen einbringen. Denn die Gemeinde wollte nicht allein zeigen, was es bereits gibt, sondern auch erfahren, was sich die älteren Menschen für die Zukunft wünschen.

Nach dem Austausch durfte es gemütlich weitergehen. Bei Kaffee und Kuchen wurde erzählt, gelacht und weitergeplaudert. Die Tanzgruppe der DJK Hallerndorf sorgte mit ihrem Auftritt für Schwung und Abwechslung, bevor Pfarrer Matthias Steffel mit einer heiligen Messe den Nachmittag besinnlich ausklingen ließ.















