Unsere Partnergemeinde Drena

1989 wurde die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden Drena im Trentino in Norditalien und Hallerndorf besiegelt. Dieser Partnerschaft ging ein jahrelanges Kennenlernen mit Besuchen einzelner Familien aus Willersdorf voraus. Seit der Beurkundung der Partnerschaft bestehen regelmäßige Kontakte zwischen Schülern, Bürgern und Vereinen aus Drena und Hallerndorf. Mittlerweile entstanden so viele private Freundschaften, wobei die Sprachprobleme durch die gegenseitige herzliche Gastfreundschaft ausgeglichen werden.

Partnerschaft seit 1989

Drena liegt nur 15 km von Riva del Garda entfernt und thront hoch über dem Sarcatal. Die Ortschaft geht auf vorgeschichtliche Siedlungen zurück und ist von römischen und mittelalterlichen Einflüssen geprägt. Die mittelalterliche Burg von Drena erhebt sich auf einer felsigen Anhöhe. Von hier aus wurde lange der Eingang ins Sarcatal überwacht. Dieser Ansitz war stets im Besitz der Grafen von Arco. Das Dorf ist zudem reich an religiösen Stätten, wie z.B. die Pfarrkirche San Martino und die Kirche San Carlo Borromeo.


25-jähriges Partnerschaftsjubiläum wurde gebührend gefeiert

26.04.2015

Das Festzelt brach in Jubel aus, als der Bürgermeister der italienischen Partnergemeinde Drena, Walter Bortolotti, am Ende seiner Rede die Parole ausrief: „Viva Drena! Viva Hallerndorf! Viva Europa!“. Nachdem bereits im vergangenen Jahr das Bestehen der 25-jährigen Partnerschaft in Italien gebührend gefeiert wurde, kamen die Freunde aus dem Trentino jetzt zu einem dreitägigen Gegenbesuch nach Hallerndorf. Die 50-köpfige italienische Delegation wurde mit offenen Armen und offenen Herzen empfangen.

Bier, Wein und Ochs am Spieß

Das Festwochenende mit Kirchenzug, gemeinsamen Gottesdienst und anschließendem Jubiläumsabend mit den Aischtaler Musikanten als Höhepunkte wird sicherlich nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Hallerndorfer Bier und italienischer Wein flossen in Strömen. Es gab einen Ochs am Spieß, den Bürgermeister Torsten Gunselmann im Falle seiner Wahl im letzten Jahr versprochen hatte. Die örtlichen Brauereien, die Brauerei Rittmayer Hallerndorf, Brauerei Lieberth Hallerndorf, Brauerei Witzgall Schlammersdorf, Brauerei Friedel Schnaid und die Brauerei Rittmayer Willersdorf hatten das Bier gesponsert. Die Freunde aus Drena hatten 300 Liter besten Weiß- und Rotwein in großen Ballonflaschen mitgebracht.

Kranzniederlegung

Der feierliche Gottesdienst wurde gemeinsam von Pfarrer Matthias Steffel, Diakon Andreas Eberhorn und den Pfarrer von Drena, Don Stefano, zelebriert. Er wurde vom Kirchenchor musikalisch umrahmt. Zuvor zog man nach einem Salut der Trailsdorfer Böllerschützen vom Rathaus hinauf zur St. Sebastiankirche, begleitet von den Fahnenabordnungen der Vereine aus der ganzen Gemeinde. Nach dem Gottesdienst legten Bürgermeister Torsten Gunselmann und Walter Bortolotti gemeinsam als Zeichen der Ehrfurcht, des Gedenkens und des Dankes einen Kranz am Ehrenmal nieder.

Skulptur und Brunnen

Doch was wäre eine Feier ohne Geschenke? Im Hallerndorfer Gemeinderat hatten sich die Räte lange beraten und schließlich beim Schlammersdorfer Korbflechterbetrieb Backof eine zwei Meter große Skulptur in Auftrag gegeben, die aus zwei Teilen besteht und die man wie ein Puzzle zusammenfügen kann. Eine davon verbleibt im Hallerndorfer Rathaus, die andere soll in Drena an die Partnergemeinde erinnern. Die Stehlen mit Bildern der Wahrzeichen der Gemeinden vom Kreuzberg und der italienischen Burgruine Drena sind durch ein Flechtwerk verbunden, das als Symbol für den Bund der beiden Kommunen steht. Die italienischen Gäste hatten einen wundervoll gearbeiteten Brunnen mitgebracht. Bürgermeister Bartolotti erklärte die Bedeutung der drei untereinander liegenden Tröge: „Das Wasser, die Kraft des Lebens, fließt erst in den Trog von Drena, dann weiter in den Hallerndorfer Trog, um schließlich im Trog von Europa zusammenzufließen“. Der Brunnen wird in Hallerndorf sicherlich einen besonderen Platz im Rathausinnenhof bekommen.

Abschied mit italienischen Klängen

Bevor die italienischen Gäste wieder verabschiedet wurden, hatten die Hallerndorfer Kindergartenkinder beim gemeinsamen Frühschoppen mit der Bläsergruppe des Pautzfelder Musikvereins für die Gäste noch einen „Multi-Kulti-Tanz“ aufgeführt. Der Gesangverein „Liederkranz“ setzte schließlich den Schlusspunkt mit einem kurzen – eigens einstudierten – Auftritt. Von Giuseppe Verdi sangen sie das Stück „Überall auf der Welt“ und gaben dann zur Überraschung auch ein italienisches Lied „Signore delle cime“ zum Besten. Mit diesen Heimatklängen im Ohr stieg die italienische Delegation wider in ihren Reisebus. Aber nicht ohne zu Versprechen: „Auf ein baldiges Wiedersehen!“