Obwohl Trailsdorf als zweitgrößter Ort der Gemeinde Hallerndorf keine eigene Kirche besitzt, versteht es die Dorfgemeinschaft hervorragend, eine traditionelle Kirchweih auf die Beine zu stellen. Ein ganzes Wochenende lang feierten die Kerwasmadla und -bum mit ihren Gästen eine Zeltkerwa mit buntem Programm. Der feierliche Festgottesdienst, den Pfarrer Matthias Steffel zelebrierte, fand ebenfalls im Festzelt statt. An allen drei Abenden sorgte Live-Musik bei freiem Eintritt für ausgelassene Stimmung.
Ein Höhepunkt des Festwochenendes waren die traditionellen Gaudi-Spiele auf dem Festplatz. Vier hochmotivierte Gruppen traten in insgesamt sechs abwechslungsreichen Disziplinen gegeneinander an. Unter der unterhaltsamen Moderation von Karl Heinz Grüner schenkten sich die Teams nichts. Am Ende musste sich der Vorjahressieger, die „Deutschen Brüder“ aus Hausen, knapp geschlagen geben und belegten den zweiten Platz. Zum Gewinnerteam kürte Vorsitzende Tanja Wunder die Lokalmatadore vom heimischen FC Wacker Trailsdorf. Ausschlaggebend für den Triumph war die absolute Paradedisziplin der Truppe um André Wichert. Beim rasanten Wettbewerb, eine Bierbank aufzustellen, eine Maß gemeinsam auszutrinken und die Bank wieder ordnungsgemäß aufzuräumen, stoppte die Uhr bei sensationellen 40 Sekunden. Bei der sportlichen Hula Hoop Challenge zeigten sich hingegen die Frauen-Teams von ihrer besten Seite, hier hatten die „Pilates Ladys“ und die Kerwasmadla Trailsdorf die Nase vorn.
Auch das traditionelle Baumaufstellen lockte viele Zuschauer an den Festplatz. Dieses Ereignis stand in diesem Jahr im Zeichen eines Generationenwechsels, denn erstmals lag das Kommando in den Händen von Marco Forster. Er trat die Nachfolge des zweiten Bürgermeisters Robert Linz an, er hatte das Amt einst vom damaligen zweiten Bürgermeister Sebastian Schwarzmann übernommen. Die Forchheimer Feuerwehrkapelle begleitete das Aufstellen des Kirchweihbaums musikalisch und verlieh dem Brauchtum den passenden feierlichen Rahmen. Neben all dem Feiern dachten die Trailsdorfer auch an den guten Zweck, ein Teil des erwirtschafteten Erlöses der diesjährigen Kirchweih wird an die Tierhilfe „Lebenswert“ gespendet. Seitens des Kerwateams kamen 300 Euro zusammen, die Motorradfreunde „Bavarian Cruisers“ legten noch einmal 150 Euro dazu. Sie hatten an der Kirchweih wieder ihr Frankentreffen veranstaltet.













