Festliche Klänge, wehende Fahnen und zahlreiche Besucher prägten das Bild auf dem Roppelt-Keller in Stiebarlimbach, als der Soldaten- und Kameradschaftsverein Schnaid-Stiebarlimbach mit einer eindrucksvollen Kirchenparade dort einzog, um sein 75-jähriges Bestehen mit einem Freiluftgottesdienst zu feiern. Mit dabei waren zahlreiche Ehrengäste und eine Reihe von Soldatenvereinen aus dem gesamten Landkreis. Den Festgottesdienst zelebrierte Pfarrer Matthias Steffel. Musikalisch begleitet wurde die Kirchenparade sowie der Gottesdienst vom Musikverein Pautzfeld unter der Leitung von Dirigentin Katja Sperber. Im Anschluss sorgten die Musiker beim gemeinsamen Frühschoppen mit zünftigen Klängen für beste Stimmung.
Der Höhepunkt des Festtages war die Segnung der frisch restaurierten Vereinsfahne durch Pfarrer Matthias Steffel. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Fahne erneuert und nun frisch gesegnet worden ist“, sagte der Geistliche. Eindrucksvoll säumten die Fahnenabordnungen der Gastvereine den Altar und verliehen der Feier einen besonders feierlichen Rahmen. In seiner Predigt griff Steffel das Gleichnis vom Sämann auf und schlug eine Brücke zur Geschichte des Jubelvereins. „Die Saat des Jubelvereins fiel damals – in einer schwierigen Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg – auf fruchtbaren Boden und ging auf. Sie hat 75 Jahre lang Früchte getragen“, betonte er. Damit würdigte der Pfarrer das langjährige Engagement des Vereins für Kameradschaft, Zusammenhalt und die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt.
Vorsitzender Johannes Weiß begrüßte die zahlreichen Gäste und dankte der Familie Roppelt, die dem Verein ihren Keller für die Jubiläumsfeier zur Verfügung gestellt hatte. Sein Dank galt ebenso dem Musikverein Pautzfeld mit Dirigentin Katja Sperber für die Begleitung der Kirchenparade, die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes und das zünftige Aufspielen beim Frühschoppen. Als Ehrengäste hieß Weiß den Schirmherrn der Veranstaltung, Hallerndorfs Bürgermeister Gerhard Bauer, den Landtagsabgeordneten Michael Hofmann, Landrat Hanngörg Zimmermann sowie den ehemaligen Bamberger Landrat Johann Kalb willkommen. Seitens der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung begrüßte er außerdem Bezirksvorsitzenden Karl-Heinz Jäger und Kreisvorsitzenden Michael Pieger.
Schirmherr Bürgermeister Gerhard Bauer würdigte das langjährige Wirken des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Schnaid-Stiebarlimbach als wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde. „75 Jahre Vereinsgeschichte stehen für gelebte Kameradschaft, gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Der Verein bewahrt nicht nur Traditionen, sondern erinnert zugleich an die Folgen von Krieg und Gewalt und setzt damit ein wichtiges Zeichen für Frieden und Zusammenhalt“, betonte Bauer. Er dankte allen Mitgliedern sowie den vielen Ehrenamtlichen, die den Verein über Jahrzehnte getragen haben, und wünschte dem Jubelverein für die Zukunft weiterhin alles Gute, Zusammenhalt und viele erfolgreiche Jahre.
Der Soldaten- und Kameradschaftsverein Schnaid-Stiebarlimbach zählt derzeit 36 Mitglieder. Vorsitzender Johannes Weiß, der den Verein seit 2004 führt und damals die Nachfolge von Hans Batz antrat, der das Amt 21 Jahre lang innehatte, blickt dennoch mit Sorge auf die Zukunft. „Wir könnten gut Nachwuchs brauchen“, sagte Weiß. Dabei richte sich die Einladung ausdrücklich nicht nur an Männer. „Es dürfen gerne auch Frauen sein, sie sind bei uns sehr willkommen.“ Dass Frauen im Verein längst eine wichtige Rolle spielen, zeigt sich auch in der Vorstandschaft. Heidi Weiß ist als Schriftführerin tätig, Marianne Ochs führt die Kassengeschäfte. Ihr Engagement unterstreicht, dass der Soldaten- und Kameradschaftsverein Tradition und Gemeinschaft lebt und zugleich offen für neue Mitglieder ist.
Nach dem offiziellen Teil klang das Jubiläumsfest beim gemeinsamen Frühschoppen in geselliger Runde aus – ganz im Sinne der Kameradschaft, die den Verein seit mittlerweile 75 Jahren verbindet.











