Der neue Ortssprecher Waldemar Weiß und der 1. Bürgermeister Gerhard Bauer

Ortsvertreter für Stiebarlimbach

Unsere beiden Ortsteile Haid und Stiebarlimbach sind im Hallerndorfer Gemeinderat nicht direkt durch eine ortsansässige Person vertreten. Um dennoch die Möglichkeit zu bieten, bei Themen, die die beiden Ortschaften betreffen, direkt einen Vertreter aus der Ortschaft einbinden zu können, wurde überlegt offiziell einen Ortssprecher zu installieren.

Die Voraussetzungen einen Ortsprecher im Sinne der  Gemeindeordnung wählen zu können, sind im Wesentlichen, dass zum einen kein Vertreter aus der Ortschaft im Gemeinderat vertreten ist und zum anderen der entsprechende Gemeindeteil am 18. Januar 1952 noch selbständige Gemeinde war. Diese Bedingungen erfüllen aber weder Haid noch Stiebarlimbach.

Daher wurde über eine Alternative nachgedacht, um trotz allem eine Möglichkeit zu schaffen, dass die Bürgerinnen und Bürger der beiden Ortsteile einen Ansprechpartner vor Ort haben und ein zusätzliches Bindeglied den Zusammenhalt zwischen Ortsteil und Gemeinde stärkt. Er kann Anliegen, Ansprüche und die Interessen aus seinem Ortsteil vertreten und vorbringen. Das soll natürlich auch umgekehrt funktionieren. Wir nennen es Ortsvertreter. Diese Idee wurde im Gemeinderat vorgestellt und wohlwollend befürwortet.

Stierbarlimbach nahm Angebot in die eigene Hand

Stiebarlimbach hat dieses Angebot der Gemeinde bereits wahrgenommen und einen Ortsvertreter* aus den Reihen ihrer Einwohner gewählt. Dies geschah in Eigeninitiative und wurde von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen. Waldemar Weiß aus Stiebarlimbach wurde das Vertrauen geschenkt und er wurde in einer Ortsversammlung zum Ortsvertreter gewählt. Als sein Stellvertreter wurde Thomas Lunz ernannt.

„Ich bedanke mich für das Engagement, die Eigeninitiative und den Zusammenhalt in Stiebarlimbach, der hier zu Tage tritt. Ich freue mich sehr darüber! Aus meiner Sicht ein deutliches Zeichen des Gemeinderates, dass die nicht vertretenen Ortschaften mehr in den Fokus rücken sollen. Der Zusammenhalt und die Akzeptanz in der Gemeinde werden davon profitieren.“, so der 1. Bürgermeister Gerhard Bauer.

Der Ortsteil Haid wird, wenn es die zurzeit geltenden Kontaktbeschränkungen wieder zulassen, ebenfalls die Chance haben einen Ortsvertreter ernennen zu können.


*) Der Ortsvertreter darf nicht an Beratungen des Gemeinderates teilnehmen und hat kein Stimmrecht. Mit dem Gemeinderat abgestimmt kann diesem aber zu bestimmten Themen, vor allem solche, die die eigene Ortschaft betreffen in der Gemeinderatssitzung ein Rederecht eingeräumt werden um die ortsspezifischen Interessen und Meinungen darzulegen. Er/Sie soll als Bindeglied zwischen Gemeindeteil und Gemeinde fungieren.