Eröffnung Wallfahrtsjahr Kreuzberg

Eröffnung des Wallfahrtsjahres am Kreuzberg mit Erzbischof und Landtagspräsidentin

Die Kreuzbergkirche „Heilig Kreuz“ war am letzten Sonntag das Ziel vieler Wallfahrergruppen aus der ganzen Umgebung. Dort eröffnete Erzbischof Ludwig Schick die diesjährige Wallfahrtssaison mit einem Fest- und Pontifikalgottesdient, der vom Kirchenchor unter der Leitung von Miriam Sümmerer musikalisch umrahmt wurde. Als Ehrengäste aus der Politik konnte Pfarrer Matthias Steffel den Bundestagsabgeordneten Thomas Silberhorn, die beiden Landtagsabgeordneten Michael Hofmann und Thorsten Glauber sowie Bürgermeister Torsten Gunselmann willkommen heißen. Er freute sich besonders, dass auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm zur Eröffnung des Wallfahrtsjahres gekommen war.

Vor dem Gottesdienst hatte der Geistliche den vielen Pilgern aus der ganzen Gemeinde Hallerdorf, aus Schnaid, Rothensand, Klein-und Großbuchfeld, die den Weg zu Fuß hinauf zum Kreuzberg gegangen sind, den Wallfahrersegen erteilt. Vor drei Jahren hatte Pfarrer Steffel die Wallfahrt hinauf zum Kreuzberg wiederbelebt. Der Erzbischof eröffnete das Wallfahrerjahr nach 2016 bereits zum zweiten Mal. „Sie sind ein gern gesehener und häufiger Gast“, freute sich Steffel.

Erzbischof Ludwig Schick sagte in seiner Predigt zum allgegenwärtigen Thema der in Bayern beschlossenen Kreuz-Pflicht: „Ein Christ freut sich über jedes Kreuz, das er sieht“. Mehr als Zeichen für Identität und Kultur sei es aber Zeugnis für den auferstandenen Jesus Christus, betonte er. Das Kreuz zeugt von der Liebe Christi zu uns Menschen und will ein Leben der Liebe in uns zeugen“, fügte der Erzbischof hinzu. „So müssen wir das Kreuz verstehen.“ Schick rief dazu auf, in der Debatte um das Kreuz die Auferstehung Jesu stärker in den Mittelpunkt zu rücken. „Der Auferstandene trägt das Kreuz oft als Siegeszeichen“, sagte er. Es sei gut und richtig, dass die Kreuze auf den Bergen, an den Straßen, in der Natur, auf und in den Kirchen, an den Häusern und in den Wohnungen sowie auch in den öffentlichen Gebäuden verehrt würden.

Das Kreuz, Zeugnis für das Leben und den Tod Jesu aus Liebe zur Menschheit, der auferstanden ist und lebt, solle schließlich auch den Menschen verkündet werden, die zu keiner oder einer anderen Religion gehören. Jeder Christ solle beim Anblick eines Kreuzes das Stoßgebet sprechen: „Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung.“ Dies gelte allen Menschen auf der ganzen Erde. „Als Zeugnis für den auferstandenen und lebendigen Jesus Christus solle das Kreuz zu einem Leben der Gerechtigkeit und des Friedens, der Solidarität und des Gemeinwohls anregen. In diesem Sinne möge auch die Wallfahrt zum Kreuzberg bei Hallerndorf zur Verehrung des Kreuzes Christi beitragen und den Wallfahrern Frieden und Heil bringen“, sagte er zum Abschluss seiner Predigt, für die er spontanen Applaus der Gottesdienstbesucher erhielt.

Nach dem Gottesdienst hatte der Männergesangverein „Liederkranz“ Hallerndorf unter der Leitung von Georg Gunselmann vor der Kreuzbergkirche noch eine musikalische Einlage als Überraschung für die geistlichen und politischen Würdeträger vorbereitet. Zur Stärkung des leiblichen Wohls ging es im Anschluss auf die drei Bierkeller unterhalb der altehrwürdigen kleinen Wallfahrtskirche. Dort wurde am Wochenende traditionell das Kreuzbergfest gefeiert.