ISEK

Unterlagen zu den bisherigen Veranstaltungen:

2019-05-25 Zusammenfassung Ergebnisse 1. Bürgerwerkstatt

2019-04 Ergebnisse der Ortsrundgänge

2019-02-12 Dokumentationen Ortsrundgänge

29.06.2019 Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept schreitet voran

Erneute Bürgerwerkstatt in der Schulsporthalle – Fördermöglichkeiten für Privatpersonen

Für die Erstellung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) der Ortschaften Hallerndorf, Willersdorf, Trailsdorf und Schlammersdorf hat am 29. Juni die zweite Bürgerwerkstatt in der Schulsporthalle stattgefunden. Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung durch Bürgermeister Torsten Gunselmann folgte ein Impulsreferat durch Landschaftsarchitekt Thomas Wirth vom Planungsbüro arc.grün. Er zeigte den teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern die vielfältigen Vorteile auf, die sich bei einer Städtebauförderung ergeben. Neben hohen Fördersummen für die Kommune können auch die privaten Haus- und Grundbesitzer davon profitieren. Der Landschaftsarchitekt erläuterte zunächst die Zielsetzungen eines ISEK, um dann auf die Fördermöglichkeiten einzugehen. Hierfür muss zunächst ein Sanierungsgebiet in den beteiligten Ortschaften festgelegt werden. In allen vier Ortschaften sind das nach seinen Ausführungen die alten Ortskerne. Dies muss aber noch mit einem Verwaltungsakt endgültig festgeschrieben werden. „Wer in diesem ausgewiesenen Sanierungsgebiet vorhat, Baumaßnahmen an Wohn-, Betriebs- oder Nebengebäude durchzuführen, sollte sich noch etwa ein Jahr gedulden“, riet der Experte. So lange werde es mindestens noch dauern, bis der ISEK-Prozess abgeschlossen ist und Förderungen möglich sind. Neben den Zuschüssen, die über die Gemeinde laufen, machen vor allem die attraktiven steuerlichen Vorteile den Löwenanteil der Förderung aus, rechnete Wirth anhand eines Beispiels vor. Er empfahl aber in jedem Fall eine steuerliche Beratung, da sich die Regelungen immer wieder ändern. „Die Abschreibungsmöglichkeiten im Sanierungsgebiet sind richtig gut“, so sein Fazit. Die hinzu kommende kommunale Förderung beträgt 30% der förderfähigen Kosten und ist auf maximal 20.000 Euro gedeckelt. Ziel der geförderten Maßnahmen ist, typische Gebäude und Ansichten in den Ortskernen zu erhalten. Die genauen Festsetzungen, was gefördert wird, gilt es in den nächsten Monaten auszuarbeiten. Die Ergebnisse sollen dann in einer Broschüre anschaulich präsentiert werden, kündigte Thomas Wirth an.

Im weiteren Verlauf der Bürgerwerkstatt ging es um öffentliche Maßnahmen in den vier ISEK-Ortschaften. Die Teilnehmer erarbeiteten auf Grundlage der bisherigen Veranstaltungen konkrete Ideen und Vorschläge, die seitens der Gemeinde in den nächsten 15 bis 20 Jahren realisiert werden sollen. Für Hallerndorf wünschten sich die Teilnehmer etwa unter anderem ein Mehrgenerationenhaus, in Trailsdorf die Sanierung des alten Schulhauses, in Willersdorf solle trotz der Innenentwicklung auch ein neues Baugebiet ausgewiesen und die derzeitige Parkplatzsituation entschärft werden und in Schlammersdorf wären mehr Aufenthalts- und Ruhemöglichkeiten wünschenswert.

Nächster Schritt ist jetzt eine Sondersitzung oder Klausurtagung des Gemeinderates, bei der die bisherigen Wünsche aus der Bevölkerung im ISEK-Prozess eingearbeitet werden. Eine Zusammenfassung wird dann im Rahmen einer Informationsveranstaltung bekannt gegeben. Hier können noch weitere Ideen aus der Bevölkerung eingebracht werden. Erst dann geht es in die Phase der endgültigen Konzeptausarbeitung.


25.05.2019 – ISEK-Projektwerkstatt

Für die vier Ortschaften Willersdorf, Hallerndorf, Trailsdorf und Schlammersdorf soll ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet werden. Nach den Ortsbegehungen mit den Bürgerinnen und Bürgern in den einzelnen Ortschaften fand nun die erste Projektwerkstatt als nächster Schritt in der Hallerndorfer Schulsporthalle statt. Landschaftsarchitekt Thomas Wirth und Geographin Diana Thrum vom Planungsbüro arc.grün hatten die vielen Anregungen aus den Ortsbegehungen aufbereitet und eine Bestandsanalyse erstellt. Jetzt galt es, eine Stärken-Schwächen-Analyse der Ortschaften bezüglich den Themenkomplexen Ortsbild und öffentlicher Raum, Daseinsvorsorge und Wirtschaft, Wohnen und Siedlungsentwicklung, Verkehr und Parken sowie Freizeit und Landschaft zu erarbeiten um daraus dann konkrete Ziele zu entwickeln. Aufgrund der überschaubaren Teilnehmerzahl entfielen die geplanten Einzel-Workshops, die Teilnehmer machten sich gemeinsam an die Bewertung des Handlungsbedarfes.

Zunächst wurden die Stärken in den Ortschaften herausgestellt, die insbesondere in der Landschaft, den Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, der Siedlungsentwicklung und beim Wohnen erkannt worden sind. „Diese Stärken kann man weiter stärken“, so der Landschaftsarchitekt. Die Schwächen, wie etwa im Bereich Senioren und Einkaufsmöglichkeiten gelte es, abzuschwächen. Dafür werden Maßnamenlisten mit zeitlicher Gewichtung erstellt.

Die nächste Projektwerkstatt ist für den 29. Juni geplant. Hier sollen auch die Fördermöglichkeiten von privaten Projekten innerhalb des noch festzulegenden Fördergebietes vorgestellt werden.

23.03.2019 – Schlammersdorf auch in ISEK aufgenommen

Die Ortschaften Schlammersdorf und Trailsdorf bilden eine räumliche Einheit und sind nur durch die Aisch getrennt. Die große Aischbrücke sorgt für die direkte Verbindung der beiden Ortsteile. Gesellschaftlich, politisch und auch kirchlich gibt es viele Berührungspunkte. Diese besondere räumliche und funktionale Verbindung war der ausschlaggebende Punkt, dass Schlammersdorf mit in das laufende Verfahren des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) aufgenommen wurde.

„Die Regierung von Oberfranken stand unserem Antrag positiv gegenüber“, konnte Bürgermeister Torsten Gunselmann bei der Begrüßung zum ISEK-Ortsrundgang den rund 20 Bürgerinnen und Bürgern vermelden. Schlammersdorf ist damit die vierte der acht Ortschaften in der Gemeinde Hallerndorf, in denen ein Planungs- und Entwicklungskonzept für die nächsten 20 Jahre erstellt werden soll. Hintergrund sind die hohen Fördermöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung, die am Ende nach der Konzepterstellung in Aussicht stehen. Ein wesentlicher Teil des ISDEK-Prozesses ist die Beteiligung der Bürgerschaft. Mit dem Ortsrundgang durch Schlammersdorf wurde jetzt der erste Schritt gemacht. Anregungen aus den Reihen der Teilnehmer gab es viele, darunter waren die Erneuerung der Spielplatzgeräte, die Aufweitung von Bürgersteigen und die Entschärfung der Gefahrenstelle bei der Einmündung der Kreisstraße in die Schlammersdorfer Straße bei der Brauereigastwirtschaft Witzgall. Es sollen aber auch im Zuge eines Leerstandmanagements die unbebauten Grundstücke im Ortskern ins Visier genommen werden, um die Innenentwicklung weiter voranzubringen.

 

Letzter ISEK-Rundgang war am 26.01.2019 in Trailsdorf

Die letzte Station der Ortsrundgänge im Rahmen des anstehenden integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) war nach Hallerndorf und Willersdorf die Ortschaft Trailsdorf. Trotz unangenehmen Schmuddelwetters mit Schneeregen beteiligten sich einige Trailsdorfer und Schlammersdorfer Bürgerinnen und Bürger am Spaziergang durch den Ort, um die Stärken und Schwächen in Trailsdorf für einen ersten Konzeptentwurf herauszuarbeiten.

Unter der fachlichen Begleitung von Diana Thrum vom ISEK-Planungsbüro arc.grün ging es in einem Rundkurs vom Kindergarten über die Hauptstraße hin zur Ringstraße und dann zum Feuerwehrgerätehaus, wo die Ergebnisse im Sitzungsraum schriftlich fixiert wurden. Themen waren unter anderem der Neubau des Kindergartens und die Weiternutzung des alten, denkmalgeschützten aktuellen Kindergartengebäude, die Gestaltung der Dorfeinfahrt von Schlammersdorf, drohende und bestehende Leerstände im Ortskern, die Buswartehäschen aber auch die „Durchgängigkeit“ zwischen den parallel laufenden Ortsstraßen.

Nachdem jetzt die Ortsbegehungen in den drei Ortschaften Hallerndorf, Willersdorf und Trailsdorf abgeschlossen sind, erfolgen als nächster Schritt für die Erstellung des integrierten Städteentwicklungskonzeptes nun die „Bürgerwerkstätten“. Sie werden im Mai und im Juni abgehalten, dazu ergeht an die Bevölkerung noch eine gesonderte Einladung, informierte Bürgermeister Torsten Gunselmann.


 ISEK-Ortsrundgang in Willersdorf am 19.01.2019

Gemeinsam mit dem Stadtplaner und Landschaftsarchitekten Thomas Wirth vom Fachbüro für Städteplanung arc.grün wurde im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) in Willersdorf eine Ortsbegehung gemacht. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich daran. Ein deutliches Zeichen, dass sich die Willersdorfer am ISEK-Prozess aktiv beteiligen wollen. Es ging darum, sich die Stärken und Schwächen der Ortschaft vor Augen zu führen und Handlungsschwerpunkte zu erarbeiten.

Durch möglichst hohe Fördersummen soll ein Handlungsrahmen für die Entwicklung des Ortes für die nächsten 20 Jahre aufgestellt werden. Themen bei der Besichtigung waren unter anderem die weitere Entwicklung der alten Schule, die Parksituation vor den Gastwirtschaften, der „Schleichweg“ zu Friedhof, die Ortseinfahrt vom Sportplatz und die neue Nutzung des alten Kindergartens in einem Gespräch mit dem Eigentümer.

Alle gesammelten Punkte wurden in einer Abschlussrunde im Schulungsraum der Feuerwehr zusammengefasst. Sie dienen dem Planungsbüro als Grundlage für weitere Arbeiten in den kommenden Bürgerwerkstätten.


 ISEK beginnt…Ortsrundgang in Hallerndorf

November 2018 – Zum Auftakt des ISEK-Prozesses wurde im Hauptort Hallerndorf mit einem gemeinsamen Ortsrundgang begonnen, bei dem die Bürger schon einmal die Stärken – aber auch die Problemfelder – im Ort ansprechen konnten. Fachliche Unterstützung dabei gab es vom Städteplanungsbüro arc.grün. aus Kitzingen. Der Ortsrundgang führte vom Rathaus über das jetzige Festgelände hinauf zur die Kirche.

Der etwa 15-köfige Tross ging dann den Schulweg entlang über die Kreuzbergstraße zum „Aischstrand“, um dann schließlich im Sitzungssaal die Erkenntnisse schriftlich zu fixieren. Diese werden nun vom Planungsbüro aufgearbeitet und im Rahmen von Projektwerkstätten vorgestellt und weiter diskutiert. Zuvor erfolgen aber im Januar erst noch Ortsrundgänge in Willersdorf und dann in Trailsdorf.


In vielen Kommunen ist eine integrierte Stadtentwicklungsplanung bereits bewährte Praxis. Die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes ist Fördervoraussetzung für Zuschüsse aus der Städtebauförderung von Bund und Freistaat. Deswegen hat sich die Gemeinde Hallerndorf dazu entschlossen, in den drei Ortschaften Hallerndorf, Trailsdorf und Willersdorf ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept – kurz ISEK – zu erarbeiten. Ziel ist es, ein Leitbild für die Entwicklung in den nächsten 15 bis 20 Jahren zu entwickeln. Dabei werden auch die Bürger beteiligt, sie können ihre Meinungen und Ideen einbringen.