ISEK

23.03.2019 – Schlammersdorf auch in ISEK aufgenommen

Die Ortschaften Schlammersdorf und Trailsdorf bilden eine räumliche Einheit und sind nur durch die Aisch getrennt. Die große Aischbrücke sorgt für die direkte Verbindung der beiden Ortsteile. Gesellschaftlich, politisch und auch kirchlich gibt es viele Berührungspunkte. Diese besondere räumliche und funktionale Verbindung war der ausschlaggebende Punkt, dass Schlammersdorf mit in das laufende Verfahren des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) aufgenommen wurde.

„Die Regierung von Oberfranken stand unserem Antrag positiv gegenüber“, konnte Bürgermeister Torsten Gunselmann bei der Begrüßung zum ISEK-Ortsrundgang den rund 20 Bürgerinnen und Bürgern vermelden. Schlammersdorf ist damit die vierte der acht Ortschaften in der Gemeinde Hallerndorf, in denen ein Planungs- und Entwicklungskonzept für die nächsten 20 Jahre erstellt werden soll. Hintergrund sind die hohen Fördermöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung, die am Ende nach der Konzepterstellung in Aussicht stehen. Ein wesentlicher Teil des ISDEK-Prozesses ist die Beteiligung der Bürgerschaft. Mit dem Ortsrundgang durch Schlammersdorf wurde jetzt der erste Schritt gemacht. Anregungen aus den Reihen der Teilnehmer gab es viele, darunter waren die Erneuerung der Spielplatzgeräte, die Aufweitung von Bürgersteigen und die Entschärfung der Gefahrenstelle bei der Einmündung der Kreisstraße in die Schlammersdorfer Straße bei der Brauereigastwirtschaft Witzgall. Es sollen aber auch im Zuge eines Leerstandmanagements die unbebauten Grundstücke im Ortskern ins Visier genommen werden, um die Innenentwicklung weiter voranzubringen.

 

Letzter ISEK-Rundgang war am 26.01.2019 in Trailsdorf

Die letzte Station der Ortsrundgänge im Rahmen des anstehenden integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) war nach Hallerndorf und Willersdorf die Ortschaft Trailsdorf. Trotz unangenehmen Schmuddelwetters mit Schneeregen beteiligten sich einige Trailsdorfer und Schlammersdorfer Bürgerinnen und Bürger am Spaziergang durch den Ort, um die Stärken und Schwächen in Trailsdorf für einen ersten Konzeptentwurf herauszuarbeiten.

Unter der fachlichen Begleitung von Diana Thrum vom ISEK-Planungsbüro arc.grün ging es in einem Rundkurs vom Kindergarten über die Hauptstraße hin zur Ringstraße und dann zum Feuerwehrgerätehaus, wo die Ergebnisse im Sitzungsraum schriftlich fixiert wurden. Themen waren unter anderem der Neubau des Kindergartens und die Weiternutzung des alten, denkmalgeschützten aktuellen Kindergartengebäude, die Gestaltung der Dorfeinfahrt von Schlammersdorf, drohende und bestehende Leerstände im Ortskern, die Buswartehäschen aber auch die „Durchgängigkeit“ zwischen den parallel laufenden Ortsstraßen.

Nachdem jetzt die Ortsbegehungen in den drei Ortschaften Hallerndorf, Willersdorf und Trailsdorf abgeschlossen sind, erfolgen als nächster Schritt für die Erstellung des integrierten Städteentwicklungskonzeptes nun die „Bürgerwerkstätten“. Sie werden im Mai und im Juni abgehalten, dazu ergeht an die Bevölkerung noch eine gesonderte Einladung, informierte Bürgermeister Torsten Gunselmann.


 ISEK-Ortsrundgang in Willersdorf am 19.01.2019

Gemeinsam mit dem Stadtplaner und Landschaftsarchitekten Thomas Wirth vom Fachbüro für Städteplanung arc.grün wurde im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) in Willersdorf eine Ortsbegehung gemacht. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich daran. Ein deutliches Zeichen, dass sich die Willersdorfer am ISEK-Prozess aktiv beteiligen wollen. Es ging darum, sich die Stärken und Schwächen der Ortschaft vor Augen zu führen und Handlungsschwerpunkte zu erarbeiten.

Durch möglichst hohe Fördersummen soll ein Handlungsrahmen für die Entwicklung des Ortes für die nächsten 20 Jahre aufgestellt werden. Themen bei der Besichtigung waren unter anderem die weitere Entwicklung der alten Schule, die Parksituation vor den Gastwirtschaften, der „Schleichweg“ zu Friedhof, die Ortseinfahrt vom Sportplatz und die neue Nutzung des alten Kindergartens in einem Gespräch mit dem Eigentümer.

Alle gesammelten Punkte wurden in einer Abschlussrunde im Schulungsraum der Feuerwehr zusammengefasst. Sie dienen dem Planungsbüro als Grundlage für weitere Arbeiten in den kommenden Bürgerwerkstätten.


 ISEK beginnt…Ortsrundgang in Hallerndorf

November 2018 – Zum Auftakt des ISEK-Prozesses wurde im Hauptort Hallerndorf mit einem gemeinsamen Ortsrundgang begonnen, bei dem die Bürger schon einmal die Stärken – aber auch die Problemfelder – im Ort ansprechen konnten. Fachliche Unterstützung dabei gab es vom Städteplanungsbüro arc.grün. aus Kitzingen. Der Ortsrundgang führte vom Rathaus über das jetzige Festgelände hinauf zur die Kirche.

Der etwa 15-köfige Tross ging dann den Schulweg entlang über die Kreuzbergstraße zum „Aischstrand“, um dann schließlich im Sitzungssaal die Erkenntnisse schriftlich zu fixieren. Diese werden nun vom Planungsbüro aufgearbeitet und im Rahmen von Projektwerkstätten vorgestellt und weiter diskutiert. Zuvor erfolgen aber im Januar erst noch Ortsrundgänge in Willersdorf und dann in Trailsdorf.


In vielen Kommunen ist eine integrierte Stadtentwicklungsplanung bereits bewährte Praxis. Die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes ist Fördervoraussetzung für Zuschüsse aus der Städtebauförderung von Bund und Freistaat. Deswegen hat sich die Gemeinde Hallerndorf dazu entschlossen, in den drei Ortschaften Hallerndorf, Trailsdorf und Willersdorf ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept – kurz ISEK – zu erarbeiten. Ziel ist es, ein Leitbild für die Entwicklung in den nächsten 15 bis 20 Jahren zu entwickeln. Dabei werden auch die Bürger beteiligt, sie können ihre Meinungen und Ideen einbringen.