Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept

 

 

 

Zur neuen Hompage der Allianz Regnitz-Aisch

 


 

Mai 2017 – Klosterlangheimer Erklärung

Bei der ersten gemeinsamen Ratssitzung der Gemeinden Hallerndorf, Eggolsheim, Buttenheim und Altendorf in der Eggerbach-Halle wurde die von den vier Bürgermeistern in Klosterlangheim ausgearbeitete „Klosterlangheimer Erklärung“ den Ratsgremien vorgestellt. Die Veranstaltung war der Startschuss für die Allianz Regnitz-Aisch e.V.

Klosterlangheimer Erklärung Allianz Regnitz-Aisch


März 2017 – Jetzt beginnt die Umsetzungsphase – Gemeinsame Gemeinderatssitzung Ende Mai

Mitte 2015, vor fast genau zwei Jahren starteten die vier Mitgliedsgemeinden Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallerndorf eine interkommunale Zusammenarbeit. Ziel war und ist es, das Gebiet der Allianz Regnitz-Aisch sowohl unter Berücksichtigung der demographischen als auch sozialen, ökonomischen und ökologischen Belange nachhaltig zu entwickeln und zu stärken, ohne die eigene Identität einzelner Gemeinden aufzugeben. Dabei werden die Gemeinden vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken sowohl finanziell als auch fachlich unterstützt.

Mit der Aussicht auf eine hohe Förderquote wurde nach einem umfassenden Prozess mit den Bürgern, Experten und zuständigen Ämtern ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) ausgearbeitet. Der damals angesetzte Zeitrahmen für die Erstellung wurde von den vier Gemeinden und auch den Planern sehr gut eingehalten. Dies betonte sowohl Rainer Albart vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken, als auch Leonhard Valier vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung, die zum bisherigen Erfolg beigetragen haben.   Als „Startschuss“ für die Umsetzungsphase diente kürzlich ein 2-tägiges Strategieseminar in der Schule für Dorf- und Flurentwicklung (SDL) Klosterlangheim. Teilgenommen haben die Bürgermeister der vier Mitgliedsgemeinden, Gemeinderäte und Mitarbeiter aus den Verwaltungen. Mit viel Engagement, Motivation und Energie wurden verschiedene Vorschläge für Startprojekte und eine erste Prioritätenanalyse erstellt. Die gemeinsam erarbeiteten Kernaussagen des Seminars wurden in einer sogenannten „Klosterlangheimer Erklärung“ festgehalten und sollen als Basis für die zukünftige Zusammenarbeit dienen. 

Zur besseren Abwicklung aller Angelegenheiten und um der jetzigen Arbeitsgemeinschaft eine rechtlich sichere Form zu geben, ist die Gründung eines rechtsfähigen Vereins vorgesehen. Unter dem Namen „Allianz Regnitz-Aisch e.V.“ sollen die gemeinsamen Projekte umgesetzt und die Zukunftsentwicklung der vier Kommunen positiv gestaltet werden.  Um die im Entwicklungskonzept verankerten Projekte und Maßnahmen umzusetzen, ist die Einstellung eines Allianzmanagers für Juni dieses Jahres vorgesehen. Einen ersten Ausblick auf die zukünftige Tätigkeit eines solchen Managers und praktische Beispiele präsentierte Julia Hafenrichter den Seminarteilnehmern. Sie ist derzeit Ansprechpartnerin der ILE Schweinfurter Oberland.  Eine wichtige Rolle für den weiteren Entwicklungsprozess werden die Bürgerinnen und Bürger einnehmen. Sie sollen ihre Vorstellungen, Wünsche und Ideen bei der Ausführung der geplanten Projekte einbringen können. Die bessere Einbindung und Motivation der Bürgerschaft wird eine Hauptaufgabe des Allianzmanagers sein, denn ohne die Mitwirkung der Bürgerschaft wird es schwierig, die gesetzten Ziele zu erreichen.  In einer gemeinsamen Sitzung am 29. Mai in der Eggolsheimer Eggerbach-Halle sollen sowohl die Ergebnisse aus dem Seminar und auch die „Klosterlangheimer Erklärung“ vorgestellt und von den jeweiligen Gremien beschlossen werden. Die Bevölkerung ist ebenfalls herzlich dazu eingeladen. Insgesamt war das Seminar sowie der gesamte Arbeitsprozess eine gute Möglichkeit, sich unter- und miteinander ohne Termindruck auch über das Inhaltliche hinaus auszutauschen. Dieses hat zusätzlich positiv zum „Wir-Gefühl“ beigetragen, berichteten die Teilnehmer. Zusammenhalt und auch die gemeinsame Ziele werden weiterhin die Kooperation der vier Kommunen positiv beeinflussen.


November 2016 – Aufbruchveranstaltung zur Integrierten Ländlichen Entwicklung „Jetzt geht`s los“

Seit der gemeinsamen Auftaktveranstaltung zur Integrierten Ländlichen Entwicklung im letzten Jahr haben die vier Gemeinden zusammen mit den beauftragten Büros an der Entwicklung eines Leitbildes gearbeitet. „Projektideen entwickeln, Zukunft gestalten“ lautet das Motto des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes. Dieses von der Arbeitsgemeinschaft gesetzte Ziel ist nun in einem schriftlichen Werk zusammengefasst worden.  

Diese Ausarbeitung wird nun als Grundlage genommen um in die Umsetzungsphase einzusteigen. In der Aufbruchveranstaltung im Altendorfer Rathaus sind die Ergebnisse der Arbeit, die Ziele und Projektvorschläge des Konzeptes vor, welche zur Stärkung der Region in Zukunft umgesetzt werden sollen, vorgestellt worden. Es gab zudem einen Ausblick über die weitere Vorgehensweise. Die Kommunen haben in ihren Gremien beschlossen, einen Allianzmanager zur Realisierung der ausgearbeiteten Projekte einzustellen.  


 

ILE-Konzept in Buttenheim vorgestellt – Bürgerbeteiligung bis 15. Juli 2016

Vier übergeordnete Strategieziele, sechs Handlungsfelder und 48 Projektvorschläge sind im Sitzungssaal der Gemeinde Buttenheim nach zehnmonatiger Ausarbeitung im Rahmen der ILE-Zusammenarbeit (Integrierte Ländliche Entwicklung) vorgestellt worden. Die Gemeinde Hallerndorf hat sich im letzten Jahr mit der Gemeinde Altendorf und den Marktgemeinden Buttenheim und Eggolsheim zur ILE Regnitz-Aisch zusammengeschlossen, um die Potentiale in den einzelnen Kommunen gemeinsam besser nutzen zu können. Der ILEK-Entwurf, den die zuständigen Planungsbüros vorgelegt haben, umfasst 47 Seiten. Die zwölf wichtigsten Projekte mit der höchsten Priorität wurden vorgestellt. Noch bis zum 15. Juli 2016 können Anregungen und Änderungswünsche von Bürgern und Kommunalpolitikern eingearbeitet werden.     Maßnahmen- und Projektliste für das ILEK Regnitz-Aisch 2016_06_27 Bericht Nordbayerische Nachrichten 2016_06_25 Bericht Fränkischer Tag

 

ILE Regnitz-Aisch – was ist das?

Immer mehr Gemeinden erkennen, dass es notwendig ist, über kommunale Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten und sich in kommunalen Allianzen zusammenzuschließen. Es geht darum, Kräfte zu bündeln und somit Synergien zu erzielen. Gleichzeitig bleiben die Gemeinden aber selbstständig und können so weiterhin identitätsstiftend – vor allem für Ihre BürgerInnen – wirken. Die ILE ist ein Förderprogramm des Bayer. Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Ein wesentliches Instrument der Integrierten Ländlichen Entwicklung ist das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK). Unter intensiver Mitwirkung der Bevölkerung werden für einen bestimmten Raum in einem gemeinsamen Prozess Chancen für den Raum analysiert, Entwicklungsziele identifiziert und Projekte initiiert, die die nachhaltige Entwicklungsfähigkeit des Raumes stärken sollen. Das Programm basiert auf ausschließlich freiwilliger Teilnahme von mindestens zwei Kommunen. Die beteiligten Kommunen sollen Chancen erkennen, bei denen man sich gegenseitig helfen und unterstützen kann, übergemeindliche Strategien sollen dazu entwickelt werden. Ohne die eigene Identität einzelner Gemeinden aufzugeben erarbeitet die Kooperation gemeinsame Lösungen zu aktuellen ökonomischen, ökologischen oder sozialen Anforderungen. Vielfach werden darüber hinaus Einsparmöglichkeiten für zukunftsweisende Synergiemaßnahmen erschlossen, die wirtschaftlich und nachhaltig nur gemeinsam geplant und ausgeführt werden können. Die Gemeinden Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallerndorf haben sich daher zur Arbeitsgemeinschaft Regnitz-Aisch zusammengeschlossen. Gemeinsam möchten die vier Bürgermeister den Herausforderungen der Gegenwart begegnen und für die Bürgerinnen und Bürger eine lebenswerte Zukunft gestalten. In einem gemeinsamen Abstimmungsprozess werden die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden verschiedene Handlungsfelder definieren, in welchen sie zukünftig im Rahmen von gemeinsamen Projekten tätig werden wollen. Die fachliche Begleitung erfolgt durch das Amt für Ländliche Entwicklung sowie den Planungsbüros „Wittmann, Valier und Partner, Bamberg“, „Team 4, Würzburg“ und PLANWERK Stadtentwicklung, Nürnberg. Die Gemeinden Altendorf, Buttenheim, Eggolsheim und Hallerndorf arbeiten bereits auf dem Gebiet der Trinkwasserversorgung zusammen und auch im Bereich der Abwasserbeseitigung gibt es bereits eine Zusammenarbeit unter diesen Gemeinden. Es liegt daher nahe, ein ILE Regnitz-Aisch zu gründen und gemeinsame Ziele zu erarbeiten, zu entwickeln und eventuell umzusetzen. Eine Zusammenarbeit ist allerdings auch jederzeit mit einer anderen Kommune möglich. In einem ersten Schritt haben sich Vertreter aller vier Gemeinde bereits zu einem Seminar an der Schule für ländliche Entwicklung in Kloster Langheim getroffen, um Themenschwerpunkte zu finden und sich in dieses Thema ILE einzuarbeiten. Ein gemeinsames Leitbild wurde dort bereits formuliert: „Wir leben in vitalen Dörfern, in einer ländlichen Idylle und zugleich starken Wirtschaftsregion. Wir achten auf Eigenständigkeit und kulturelle Vielfalt, arbeiten konstruktiv zusammen und pflegen gute Nachbarschaft.“ Die Förderung von ILE-Projekten beträgt 75% der Kosten, max. aber 70.000 EUR je Konzept. Der Vitalitätscheck wird sogar zu 100 % gefördert. Das Ziel soll künftig sein, sich als gleichwertige Partner und nicht nur als Konkurrent zu sehen. Zusammenarbeit ist das Schlüsselwort für eine langfristige Sicherung der Eigenständigkeit und Zukunftsfähigkeit jeder einzelnen Gemeinde. In diesem Sinne wurde bei der Auftaktveranstaltung am 2. Dezember 2015 in Hallerndorf das Projekt vorgestellt und erste Ideen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt. Wichtige Themen sind :

  • Die Innenentwicklung und das Flächenmanagement (leerstehende Immobilien, Baulücken)
  • Die Situation der Daseinsvorsorge, der Nahversorgung und des öffentlichen Personennahverkehrs (Nahversorgung, Mobilität: Bus und Bahn, medizinische Versorgung)
  • Dorfstrukturen, soziale Netze und Ehrenamt (u. a. Nachbarschaftshilfen, örtliches Brauchtum, Vereinsleben)
  • Der Themenkomplex Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus
  • Das Themenfeld der Identität, des Selbstbildes und des lokalen und regionalen Images

Ergebnisprotokoll Auftaktveranstaltung / Strategieforum 1 Presseartikel FT vom 24.03.2016: