Dialog im Schloss

Die Grundidee von „Dialog im Schloss“ ist für die Gemeindebürger eine nicht alltägliche Form des begegnenden Gesprächs (äußerer Dialog) und der persönlichen Auseinandersetzung (innerer Dialog) mit hochwertigen, professionellen und bezahlbaren Darbietungen aus den Bereichen Musik, Literatur, Philosophie, Wirtschaft, etc. zu bieten. Also keine Konkurrenz zu den vielen Aktivitäten der bestehenden Vereine in Hallerndorf und auch keine Massenveranstaltung.

März 2017 – Klimaschutz

Im Rahmen der kulturellen Veranstaltungsreihe „Dialog im Schloss“ fand im Rathaussaal ein Gedankenaustausch zum Thema „Klimaschutz in der Gemeinde Hallerndorf – Was kann ich dazu beitragen?“ statt. Vertreter des Vereins „Generation Erde – Klimaschutz in Hallerndorf e. V.“ führten nach einer Vorstellung ihres Vereins einen interaktiven Dialog zu den aktuellen Klimaschutzthemen.

Kernthema dabei war der persönliche Beitrag, den jeder Einzelne leisten kann. Geleitet wurde der Dialogabend vom professionellen Kommunikationstrainer Michael Rauh. Sein Ausgangspunkt waren zwei zentrale Fragen: „Stehen wir vor einer menschengemachten Klimakatastrophe?“ und „Sollten wir etwas unternehmen?“. Trotz einer überschaubaren Anzahl von Interessierten entwickelte sich eine lebhafte Diskussionsrunde. Es wurden eine ganze Reihe von Vorschlägen und Handlungsoptionen im Alltag ausgearbeitet. Die gesammelten Ergebnisse präsentierten die Teilnehmer an großen Ständerwänden. „Ein wichtiger Beitrag, wie wir gemeinsam unsere Zukunft generationengerechter leben und gestalten können“, lobte Bürgermeister Torsten Gunselmann.

 

Dezember 2016 – Umweltreferent sprach über Papstenzyklika

Die Umweltenzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus war Thema bei der jüngsten gemeindlichen Kulturreihe „Dialog im Schloss“ im Hallerndorfer Sitzungssaal. Gemeinsam mit der Seelsorgeeinheit „Unterer Aischgrund“ und der Vorstandschaft der Bioenergiegenossenschaft Willersdorf hatte die Gemeinde Hallerndorf zu diesem interessanten Vortragsabend eingeladen.

Referent Klaus Schwaab, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Bamberg, gab eine Übersicht des päpstlichen Werkes anhand von einzelnen Textpassagen. Er verdeutlichte, worum es in der Ezyklika geht. Es sei kein päpstliches Lehrschreiben, wie die anderen Enzykliken. Vielmehr handelt es sich um eine für jeden verständliches Schreiben, das sich nicht nur an Katholiken richtet. Die Sorge um das „gemeinsame Haus“ stehe im Mittelpunkt, sie soll zu einem „enkeltauglichen Lebensstil“ führen. Der päpstliche Einsatz für den Umweltschutz habe seinen Ursprung, als dieser noch Erzbischof von Buenos Aires war und dort die Umweltproblematiken hautnah erlebte, führte Schwaab aus. „Laudato Si“ will zum Dialog anregen, trotz der scheinbar unumkehrbaren Entwicklung blicke Franziskus hoffnungsvoll in die Zukunft. Als besonders faszinierend empfindet der Umweltbeauftragte die konkreten Vorschläge der Umsetzung in der Enzyklika. Kooperativen für erneuerbare Energien werden genannt, ebenso Müllvermeidung und die Förderung der kleinen landwirtschaftlichen Betriebe. Zudem beinhaltet das Werk Leitlinien für Orientierung und Handlung.

Lustige Papst-Karikaturen, Zitate von prominenten lebenden und bereits verstorbenen Persönlichkeiten aber auch praktische Beispiele machten den Vortrag anschaulich und regte die – leider nur  wenigen – Zuhörer an, sich einzubringen. Das Schwaab ein ausgesprochener „Fan“ des aktuellen Kirchenoberhauptes ist, gab er mehrfach deutlich zu verstehen. Auf der anderen Seite hagelte es aber auch Seitenhiebe in Richtung der aktuell politische Verantwortlichen und der Wirtschaft. In Hallerndorf fand er ein zustimmendes Publikum vor. „Das Thema Nachhaltigkeit habe auch in die Politik der Gemeinde Einzug gehalten“, führte Bürgermeister Torsten Gunselmann aus und nannte die sich im Bau befindliche Nahwärmeversorgung im Hauptort als positives Beispiel. Schwaab ging am Schluss seines Vortrages noch auf einzelne Aktivitäten und praktische Beispiele zum Thema Nachhaltigkeit des Erzbistums Bamberg ein. Ein Energiekonzept für alle Pfarrgemeinden ist entwickelt worden, zudem gebe es ein Umweltmanagement und Nachhaltigkeitsleitlinien. Gerade letztere riefen bei Pfarrer Matthias Steffel nicht gerade Begeisterungsstürme hervor, der hierin „viele, viele Worte“ erkennen konnte und auf die Notwendigkeit von Taten hinwies.