Einweihung des Willersdorfer Kindergartens

Einweihung des Willersdorfer Kindergartens

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“ – dieses Zitat von J.W. von Goethe im Eingangsbereich des neuen „KinderGarten Sankt Margareta“ in Willersdorf empfing die zahlreich erschienenen Eltern, Kinder und Besucher, die zur kirchlichen Segnung des neuen Willersdorfer Kindergartens gekommen waren. Nach rund einem Jahr Bauzeit beherbergt der Neubau 15 Kindergartenkinder sowie eine neue Kinderkrippe, die derzeit mit vier Kindern belegt ist.

Insgesamt finden im neuen Gebäude 25 Kinder im Alter von 3- 6 Jahren Platz, die Kinderkrippe mit Schlaf- und Wickelraum ist für 12 Kinder ausgelegt. Der große Turn- und Gymnastikraum kann von beiden Gruppen genutzt werden. Die neu angelegten Außenanlagen umrunden die Einrichtung. Es besteht ein eigener Garten für Krippen- und Kindergartenkinder, der durch ein Türchen und einen natürlich angelegten Hügel voneinander getrennt ist. „Natürlich besteht immer auch die Möglichkeit des gemeinsamen Spielen und Lernens“, so die Kindergartenleiterin Juliane Schneider. Sie äußerte im Hinblick auf die krankheitsbedingte, personelle Unterbesetzung ihres Kindergartens „eine Bitte an den lieben Gott, der mehrere Augen auf ihren Kindergarten werfen soll“. Nach einem gemeinsamen Gebet schritt Pfarrer Matthias Steffel die neuen Räumlichkeiten zusammen mit den zukünftigen kleinen und großen Bewohnern der neuen Unterbringungsstätte ab und segnete die neuen Räumlichkeiten.

Bürgermeister Torsten Gunselmann lobte die Entscheidung seines Vorgängers Heribert Weber

Bürgermeister Torsten Gunselmann lobte die Entscheidung seines Vorgängers Heribert Weber

Bürgermeister Torsten Gunselmann lobte die Entscheidung seines Vorgängers Heribert Weber, dem Neubau einer Sanierung des alten Kindergartens in der Hauptstraße vorzuziehen und freute sich nicht nur über die (geringfügige) Unterschreitung der geschätzten Baukosten von 1,2 Millionen Euro, sondern auch über die zufriedenen und glücklichen Gesichter anlässlich der Fertigstellung.

Bundestagsabgeordneter Thomas Silberhorn überreichte dem Kindergarten ein Kreuz aus El Salvador und wertschätzte die Arbeit aller Erzieherinnen und Erzieher mit der Feststellung, dass die ersten Jahre eines Kindes eine der wichtigsten Grundlagen im Leben eines Menschen bilde und er nicht erst seit den Kindergeburtstagen seiner beiden Söhne wisse, welche Arbeit die Erzieherinnen und Erzieher tagtäglich leisten.

Bei den Einweihungsfeierlichkeiten blickte man auch auf die lange Historie der Kinderbetreuung in Willersdorf zurück. Über 60 Jahre war der katholische Kindergarten St. Joseph Willersdorf im alten Ortskern das Domizil für viele Kinder. Der Kindergarten ging aus einer Stiftung der Willersdorfer Bäuerin Margareta Schleicher hervor. Sie vermachte im Jahr 1931 ihr Anwesen einem Verein zur Betreuung von Kindern und Greisen. Die Trägerschaft lag in den Händen der katholischen Kirchenstiftung. Doch das alte Haus genügte den modernen Anforderungen nicht mehr, die bauliche Substanz wäre nur mit hohem finanziellem Aufwand zu erhalten gewesen. Der Kindergartenverein, Pfarrer Matthias Steffel, Bürgermeister und Gemeinderat entschlossen sich, für die Kinder ein neues Heim zu schaffen. Baubeginn war im April 2014, genau ein Jahr darauf zogen die Kindergartenkinder bereits in den Neubau nur wenige Hundert Meter vom alten Gelände entfernt um. Das alte Kindergartengebäude wurde nach dem Bezug des Neubaus vom Kindergartenverein verkauft und ein Teil des Erlöses in den Neubau investiert, erklärt der Vorsitzende des Kindergartenvereins, Richard Wagner.

Mit der neuen Namensgebung „KinderGarten St. Margareta“ brachte man den Dank an die ursprüngliche Stifterin zum Ausdruck. Die Trägerschaft hat nun die Gemeinde Hallerndorf übernommen. Bürgermeister Torsten Gunselmann sprach Richard Wagner einen großen Dank für seine geleistete Arbeit aus. Ein besonderes Lob bei der Realisierung des Neubaus hat sich dritter Bürgermeister Reinhold Kotzer verdient. Er war während der gesamten Zeit „Bauleiter vor Ort“ und hat sich um alle Fragen während der Bauphase gekümmert.